Hafenstädten
Rotterdam, Antwerpen und Malmö

Finanz- und Dienstleistungsstädten
Amsterdam, Hamburg und Wien

Das BaM-Projekt befasst sich mit dem Leben von Menschen ohne Migrationshintergrund, welche in ethnisch bunt gemischten Stadtvierteln wohnen, in denen mittlerweile alle Einwohner einer Minderheit angehören. In einer Stadt wie Amsterdam hat heute nur jeder dritte Jugendliche unter fünfzehn Jahren zwei in den Niederlanden geborene Eltern. Diesen Umstand - in der jeder zu einer Minderheit gehört - wird als Mehrheits-Minderheit-Kontext bezeichnet. Das wird in vielen Stadtteilen großer westeuropäischer Städte immer häufiger zur Realität. Beispielsweise sind in 40 Prozent der Stadtteile von Amsterdam Menschen niederländischer Herkunft jetzt eine zahlenmäßige Minderheit.

Das BaM-Projekt konzentriert sich auf die Hafenstädten Rotterdam, Antwerpen und Malmö sowie auf die Dienstleistungsstädte Amsterdam, Hamburg und Wien. Teil der Forschung ist eine internationale Umfrage unter Menschen in Wohngebieten in denen heute alle einer Minderheit angehören. Wie gehen die Menschen in diesen Stadtteilen miteinander um? Erleben sie Konflikte und wenn ja, worum geht es dabei? Was schätzen die Menschen an ihren Nachbarschaften? Mit wem interagieren sie auf der Straße, was verbindet sie - oder nicht - auf dem Spielplatz ihrer Kinder, mit wem interagieren sie beim Kaffee in einer lokal ansässigen Bar?

Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es zu prüfen, ob es Unterschiede zwischen Stadtteilen und europäischen Städten gibt. Unterscheiden sich die Interaktionen der Menschen zwischen den Hafenstädten Rotterdam, Malmö oder Antwerpen? Erleben Menschen Vielfalt in den Finanzzentren wie Amsterdam, Hamburg oder Wien anders?

Mit dem BaM-Projekt wollen wir dazu beitragen zu verstehen, was Städte zu einem guten Wohnort macht. Es wird erforscht, unter welchen Bedingungen Menschen auf eine positive Art und Weise miteinander interagieren und andererseits, wann Konflikte wahrscheinlicher sind und was kann man gegen diese unternehmen kann.

Das Projekt wird wichtige Ergebnisse für die Menschen, die in diesen Stadtteilen leben, sowie für politische Entscheidungsträger hervorbringen. In den Medien und in der Politik gibt es viele Meinungen zu Migration und Vielfalt, aber Menschen, die ihren Alltag in einem vielfältigen Umfeld leben, haben viel mehr zu sagen, über was sie erleben. Das BaM-Projekt liefert diese Perspektiven.

Das BaM-Projekt wird vom Europäischen Forschungsrat durch einen ERC Advanced Grant finanziert. BaM wird in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Forschung, Information und Statistik (OIS) der Stadt Amsterdam durchgeführt.

 

Mit dem BaM-Projekt versuchen wir besser zu verstehen, was Städte zu guten Wohnorten macht.